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Schaltungsaufbau mit einer Punkt-/Streifenrasterplatine

Solide und preiswerte Aufbaumethode

 

Punkt-/Streifenrasterplatinen sind in der Standardgröße ("Europlatine", 160x100mm) für etwas mehr als 1 Euro zu haben. Sie haben bereits Löcher im genormten Abstand von einem mil (2,54mm) und eine Kupferbeschichtung, die je nach Typ aus Streifen, Lötpunkten oder anderen Mustern wie z.B. unterbrochenen Streifen besteht.

Streifenrasterplatine

Der Aufbau auf der Streifenrasterplatine ist ähnlich dem bei der gedruckten Schaltung. Allerdings muss man sich vorher über die Anordnung der Bauteile Gedanken machen und evtl. Leiterbahnunterbrechungen mit einem Bohrer, Schraubenzieher o.Ä. vornehmen.

Schema einer Streifenrasterplatine

Schema einer Streifenrasterplatine

Vor dem Aufbau größerer Schaltungen erstellt man am besten ein Plan, da man beim "on the fly" Löten schnell Fehler machen kann. Das kann man natürlich mit Zettel, Stift und Entwurfspapier (PDF, 50kb) erledigen - allerdings ist das Entwerfen auf dem PC um einiges praktischer. Das einzige und auch ziemlich gute Programm, das mir für diesen Einsatzzweck bekannt ist, ist Lochmaster. Man kann sich auf der Seite des Herstellers informieren und eine Demoversion herunterladen.

Fotos

Punkt-/Streifenrasterplatinen Punkt-/Streifenrasterplatinen Typischer Aufbau auf einer Streifenrasterplatine Typischer Aufbau auf einer Streifenrasterplatine (Rückseite)

Punktrasterplatinen

Das Aussehen von Punktrasterplatinen ist mit Streifenrasterplatinen vergleichbar - der Aufbau darauf allerdings nicht ganz. Alle Verbindungen müssen nämlich "manuell" mit (isoliertem) Schaltdraht gezogen werden. Dies hat allerdings seine Vorteile, wenn man sehr komplexe Schaltungen (z.B. mit vielen ICs) hat. Bei der Streifenrasterplatine müsste man in diesem Fall extrem darauf achten, wo welche Beinchen mit welcher Leiterbahn verbunden werden. Die Verbindungsdrähte isoliert man am besten nur kurz ab und verlötet sie direkt an der Unterseite der Platine. Das ist einfacher und platzsparender, als wenn man die Drähte wie bei einer Streifenrasterplatine von oben durch eine Bohrung stecken, und dann verlöten würde. Im Gegensatz zur relativ robusten Streifenrasterplatine sollte darauf achten, nicht zu lange zu löten, da sich die kleinen Kupferaugen schnell von der Platine ablösen.

5 Kommentare RSS Feed

Ronny am 22.11.2008 um 13:30 Uhr

Es gibt auch noch Lochraster ganz ohne Kupfer.

Und zum Verdrahten von digitalen Signalen kann man prima Kupferlackdraht vom grossen 'C' benutzen. Man muss nur den Lack ein wenig wegbrutzeln beim löten.

C-MOS am 24.03.2008 um 18:32 Uhr

Es gibt auch noch eine Mischplatine aus Punkt und Streifenraster, bei der die Bahnen alle drei Lötpunkte unterbrochen sind. Diese kann man z.B. beim Reichält* kaufen. Besonders praktisch bei recht gedrängten Schaltungen, wo lange Leitungen selten sind.

[*Rechtschreibfehler ist beabsichtigt, da so keine Werbung durch Suchmaschinen]

Giuly am 09.03.2007 um 17:49 Uhr

Die Dinger heißen Lötösen

MfG

Schpeidaman am 10.01.2007 um 23:29 Uhr

Solche Steckschuhe sind bei Übungsbausätzen vom Conrad dabei.
Könnte sein, dass man die sich auch so bestellen kann

mikron am 07.07.2005 um 20:12 Uhr E-Mail-Adresse

Hallo Benedikt,

Woher hast du die Steckschuhe auf der Platine im 3. Bild links oben?

Mfg,

mikron

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